Diese Ameisen sind auch mehr als 2000 Jahre nach der Kolonialisierung durch die Römer noch nicht so weit, mit dem Laub abzuhauen.
1.
Die brasilianischen Ameisen wissen woher und wohin. In diesem Wissen agieren sie akzentuiert und leidenschaftlich mit der Präzision einer Genfer Uhr. Sie sind tagaus tagein damit befasst, mit dem Laub abzuhauen.
Alle Ameisen der Schweiz wollen dies und das. Sie sehen nicht ein, warum sie von zwei Dingen nur eins haben sollen, drehen sich im Kreis. Solange [sic!] tanzen sie auf kleinem Plateau im Wald, das ist ein gewölbter Chorus oder Tanzflur /dancefloor. In Harztropfen sollen, wollen und dürfen sie nicht verkleben, es wäre ihr Ende im Schmuck. Sie sind, komme und gehe was wolle, retreatbesessen (Ricardo Spindola).
Die brasilianischen Ameisen agieren zur Zeit schweizerisch, die Ameisen der Schweiz brasilianisch. Denn da ist keine Stelle, die nichts kreuzt, nicht pendelt, nichts versäumt, nichts passieren lässt, nichts begehrt und nichts verkehrt. Die Ameisen brauchen keine Anthropologie, um zu erfahren, dass alles das, was hier vorkommt, auch dort vorkommt, nur in anderer Reihenfolge. Die Ameisen müssen nicht Tom und Jerry schauen, um als Buchstaben und Briefe zu leben. Man muss nicht viel bis nichts tun, um aus Sils-Maria das Arraias Graubündens zu machen.
2.
Also sprach Ameisenvergleich.

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