
I.
Von der Anthropofagie gibt zuerst eine Literatur zu lesen, die man Reiseliteratur nennt. Man hat sich vorläufig auf eine Schreibweise geeinigt.
Wo man auch hinkommt, da trifft man auf Wesen, die rennen, rinnen, reisen, reissen und reizen. Das ist die notwendige Ergänzung zu Legendres Theorie der Institution. Legendre Theorie basiert nämlich auf dem Basieren. Nach Legendre sitzt das menschliche Wesen in dem Umstand, Basis zu haben. Er schreibt dazu, dass man, wo man auch hinkommen würde, auf eine Menschheit treffen würde, die wartet. Das Objekt dieser Theorie ist nach Legendre die Bank, die entweder (so beschreibt das Legendre) als Sitz, Schlafstätte oder aber (so muss man das zumindest unter Berücksichtigung von Aby Warburg auch sehen) Kreditinstitut Zukunft mehr oder weniger anspruchvoll einholen lässt. Alles bis dahin richtig und ab da ergänzungsbedürftig.
Egal wo man auch hinkommt, da trifft man zur selben Zeit immer noch Renner und Rinner, Reisende und Reissende (Ent- und Verwerfende) und in allem auch Reizende. Man trifft ausschlagende Wesen, die schneller oder langsamer durchgehen oder sogar diagonal existierend (also durchgehend spriessen). Diese Figuren (im Sinne ihrer von Nadia Koch rekonstruierten Geschichte) erinnern daran, dass es keine Institution ohne Substitution gibt. Vielleicht sind es sogar die Institutionen selbst schon, die einem den Boden auch wegziehen, nämlich um zu Instituieren (in die Institution zu ziehen) oder über das Anstolpern zum Gehen zu bringen.
Mit großer Freude erwarten wir kommende Woche als Gäste Luciana Villas Boas und Ricardo Spindola aus Arraias, Tocantins/ Brasilien (mit seinem dezidiert antiurlaubischem und nicht antireisischem Affekt). Anreisen werden sie. Sie bleiben sogar solange [sic!], dass man mit ihnen etwas herumreisen kann, wenn sie denn Zeit haben (und Ricardo nicht den Eindruck bekommt, es würde sich um Urlaub handeln).





II.
Vorgehen ist angenehmer als zurückzubleiben.

























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