Vom Scheiden/ Verschwinden

1.

Man muss es nicht selber machen. Muss man nicht selber machen, kann man aber. Ameisen hauen nämlich dennoch, obwohl sie es nicht müssen, mit dem Laub ab. Und hauen sie nicht mit dem Laub ab, dann verstauen sie die Eier.

2.

Cornelia Vismann gibt in der folgenden Szene, die aus dem bisher einzigen Film zum Thema ‚et in weimar ego‘ stammt (nämlich aus Martin Schlesingers und Marius Böttchers Verfilmung medienwissenschaftlicher Bescheidenheiten) den Chasseur im Walde.

Sie singt und sie gibt die Kuratorin im Wilden. Sie tritt im Sommer 2010 noch einmal als Reissende (Ent- und Verwerfende auf). Das ist zu der Zeit, in der ich sie noch einmal in Erfurt bei einer Tagung zu Verfahren/ Recht und Literatur traf. Verschwinden ist rauschend schlingendes Winden. Der Filmtitel weist sie als eine der anthropovaguen und anthropolaren Wesen aus. Die sind ausschlagend. Sie tauchen vague, d.i. in Frequenzen und Sequenzen, auf und ab. Sie verkehren.

Cornelia Vismann, aus: Schlesinger/ Böttcher et al., Odyssee und Nahverkehr (Fassung Weimar 2011)
Das Laub fest vertaut ist Rheinschriftzeit, Schreibzeit, reine Zeit. Namen tätigen den Regen/ die Ameisen verstauen die Eier.

II.

Franziska K.s schönste Pathosformel: Kenn‘ ich schon, war ich schon. Filmstills aus: Schlesinger/ Böttcher, Odysee und Nahverkehr (Weimar 2010).

Hinterlasse einen Kommentar