1.
Es gibt eine Medienwissenschaft jenseits der Mitten, Mittel und Mittler. In ihr ist Medienwissenschaft abgezweigte Wissenschaft, abgezweigt von der Rechtswissenschaft und abgezweigt zu Medea und Medusa zum Beispiel. M. & M. sind anthropovague und anthropolare Wesen. Schmilzt je das Herz einem wieder, gehe man zu ihnen.
2.
Der Beitrag, den Medea und Medusa zur Geschichte und Theorie des Distanzschaffens leisten, ist das Distanzscharren: ein streitendes, reizendes, ritzendes und kratzendes Wagen in Nahdistanz.
Medusa und Medea agieren in Welten, in denen das Leben nicht entstehen musste, weil es dort gleichursprünglich mit dem Toten ist. Sie operieren auf Feldern, in denen das Organische und das Anorganische ebenso gleichursprünglich, damit elementar getrennt, aber nicht groß, fundamental und prinzipiell getrennt, sondern auch assoziiert sind und nicht zuletzt im Austausch manövriert werden.
Medusa lässt starren, man sagt zu Stein. Das Ritzen würde länger halten. Das ist unsicher, sicher ist, dass auch die Steine mimetisch begabt sind.


Gertrude Bing über Aby Warburg und Medea:
https://www.engramma.it/eOS/index.php?id_articolo=1558


Distanzscharren/ Corpus quasi vas: Schlingenfrisur und Medea im Wagen als Chariot: Mixing Vessel with Medea Departing in a Chariot (detail), about 400 B.C., attributed to the Policoro Painter.

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