

I.
Ino Augsberg und Fabian Steinhauer planen etwas für den Herbst. Mit Aby Warburgs Summe und Manual einer Bild- und Rechtswissenschaft gesagt: Wir trachten.
In Zukunft Tropenrecht. Das betrachten wir jetzt, danach trachten wir. Wir treffen uns im Herbst, und es wird rechtzeitig gesagt sein, wann genau und wo. Wir werden uns dann mit Tropenrecht, mit der Schule von Recife und ihren Fäden befassen. Wir werden ein kleiner Haufen sein: Leute, die wie die Mainzelmännchen und Mainzelfräulein zur rhetorischen Rechtstheorie oder sogar, schon tropisch geschult, zu juridischen Kulturtechniken forschen. Wir nehmen auf dem Workshop eine zweite Woge (d.i. Welle) der Schule von Recife und ihre Fäden in den Blick. Details folgen immer, also auch diesmal.
II.
Wir scheiden, das ist eine elementare juridische Kulturtechnik. Dieses Scheiden ist ein Distanzschaffen, das die Distanz, die es schafft, nicht zurücklegt. Es kann Entfernung vergrößern und verkleinern. Dieses Scheiden ist auch ein Verleiben.
Wir laden. Laden ist auch eine Art Speisen (so vor allem, das hat Valerie Hayaert gezeigt, bei Lady Justice). Laden ist eine Art Speichern, Kassieren; Kaschieren, Keschern oder sogar (besonders bei Friedrich Nietzsche, den Peripatetikern und der Spaziergangswissenschaft) Gassi-Gehen.
Der kurze, kleine, klamme und graphische Zug (es kann ein Schreiben, Skribbeln, Zeichnen oder pinnen/paintingsein) eines solchen Ladens ist, das hat Ino Augsberg gezeigt, ein Kassiber. Wir sind also in der Vorbereitung. Si in ius vocat ito. Ja, aber umgekehrt würde ich auch sagen: Wer geht, ruft Recht hervor.

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